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WETTKAMPF IM HAP KI DO
In einer Selbstverteidigungskunst wie Hapkido, die sich den Prinzipien des Budo
verpflichtet fühlt, stellt die Organisation eines "Wettkampfs"
immer eine Gratwanderung dar. Ob eine Veranstaltung dieser Art einen Erfolg
bezüglich der Kriterien des Budo darstellt, hängt massiv von
der persönlichen Disziplin und Einstellung der Teilnehmer und Kampfrichter
zu den Bewerben ab. Nicht umsonst wird immer wieder betont, dass Sieger
solcher "Wettbewerbe" die sind, die teilgenommen und ihr Bestes
gegeben haben. Darum ergeben sich zahlreiche Vorteile aus der Abhaltung
von Meisterschaften:
Kontakte
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Meisterschaften sind eine hervorragende Möglichkeit (neben Lehrgängen) unsere
nationalen wie internationalen Freundschaften zu pflegen und zu erweitern.
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Stil-Vielfalt
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Meisterschaften bieten die großartige Möglichkeit, die Vielfältigkeit
von Hapkido in seiner ausentwickeltsten Form erfahren zu dürfen. Durch
die unterschiedlichen Technikinterpretationen verschiedener Meister erweitert
sich das Wissen um Hapkido enorm, und durch die ausführlichen Technikprogramme
bekommt man einen guten Einblick in andere Systeme und Persönlichkeiten.
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Status-Check
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Auch wenn das Ziel des Trainings nicht ist, sich mit anderen zu vergleichen,
ist es doch immer wieder hilfreich, wenn man eine Vielzahl von Hapkidoin
in der selben Entwicklungsstufe mit ihrem Können sieht, um den eigenen
Entwicklungsweg beurteilen zu können. Es geht nicht darum, ob man besser
ist oder mehr kann als andere (oder umgekehrt), aber es kann eine hilfreiche
Information für mich selbst sein, wenn ich sehe was vergleichbare Leute
wissen und können, um mich vielleicht noch mehr zu bemühen.
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Kreativität
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Gerade für den Bewerb "Technik" kann man sich mit den Techniken
einmal auf einer anderen Basis, als dem üblichen Training, auseinanderzusetzen.
Hier geht es konkret um die zusammenhängende Anwendung der Techniken
in sehr unterschiedlichen Situationen, in Selbstverteidigungssituationen.
Auch die Erstellung des Hand/Fußtechnik Programms lädt ein,
diese Technikgruppen in einem anderen Licht zu betrachten. Die Lernmöglichkeiten
sind enorm und dies wichtig für den Weg des Hapkidoin.
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Evaluation
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Der Bewerb "Bruchtest" ist für fortgeschrittene Schüler eine
Möglichkeit ihre Technik, ihr Ki und ihre Kontrolle unter erschwerten
Bedingungen zu prüfen. Besonders die Nutzung der einen Chance die
man pro Moment hat (das Brett zu brechen mit einer Technik, die man
schon hunderte, vielleicht tausende male geübt hat; ist aber auf
das eigene Leben generell anwendbar) liefert sehr wichtige Rückmeldungen
an den Teilnehmer über seine mentale Verfassung, seine Werte und
seine Möglichkeiten, diese zu kontrollieren, zu steuern, zu verändern.
Hier und Jetzt das richtige tun - ein ganz wesentliches Lernziel von
Hapkido kann dadurch für jeden intern überprüft werden.
So ist der Bruchtestbewerb auch als Evaluation zu sehen, über meine
Möglichkeiten zur Selbstkontrolle.
Neben Gürtelprüfungen bietet die Meisterschaft die Möglichkeit
sich auf einen Moment vorzubereiten und eine im Vorhinein definierte
Leistung durch gezieltes Training auf diesen Moment hin zu optimieren.
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Motivation
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Es ist auch immer ein besonderes Erlebnis für einen Verein (Verband),
wenn der Großteil der Mitglieder sich auf so eine Veranstaltung
vorbereitet und gemeinsam hinfährt - stärkt die Gruppe und
die Motivation immens.
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TECHNIKBEWERB
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Bewerb "TECHNIK"
Bei diesem Bewerb treten zwei Hapkidoin in einem vorher einstudierten Kampf
(Showprogramm) an. Hier kann man alle beliebigen Techniken einsetzen,
die im HAP KI DO verwendet werden. Zusätzlich kann man das Programm
mit Musik unterlegen. Die Zeit ist abhängig vom Gürtelgrad vorgegeben.
Nach dem Programm zeigen die Teilnehmer einzeln eine Hyong (Schattenkampf
gegen imaginäre Gegner), wobei hier die Zeit für die Vorführung
vorgeschrieben ist, wieder abhängig vom Gürtelgrad.
Bei diesem Bewerb zählt vor allem die Sauberkeit und Präzision
in der Ausführung der Techniken, die Kreativität, und die Schwierigkeit
der Techniken. Natürlich muß der ganze Ablauf harmonisch und
logisch sein, und den Prinzipien des HAP KI DO entsprechen.
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FREIKAMPFBEWERB
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Bewerb "FREIKAMPF"
Bei diesem Bewerb treten zwei Hapkidoin gegeneinander an, um ihre bisher erarbeiteten
Techniken einsetzen zu lernen. Es handelt sich hierbei um eine Art Semikontakt,
d.h. beide Kämpfer tragen eine vorgeschriebene Schutzausrüstung.
Es gibt keine Gewichtsklassen, und auch keine Geschlechtertrennung,
Frauen treten gegen Männer an; einzig nach Gürtelfarben
(gelb - blau - rot) wird getrennt.
Geleitet wird der Kampf von einem Hauptkampfrichter und bis zu vier Kampfrichterassistenten;
am Ende des Kampfes geben alle fünf Kampfrichter eine Bewertungsnote.
Erlaubt sind alle gelernten Techniken, Schläge, Tritte, Hebel, Würfe,
solange diese kontrolliert ausgeführt werden.
Im Freikampf geht es weniger um den Sieg im Kampf, sondern hauptsächlich
um den eigenen Fortschritt. Der Gegner ist vielmehr ein "Partner",
mit dem man übt, seine Techniken anzuwenden und Erfahrung zu sammeln.
Der Freikampf bietet eine Gelegenheit, Kombinationen auszuprobieren, Finten
und Täuschungsmanöver auf ihre Wirksamkeit zu testen, die Unterschiedlichkeit
der Charaktere kennenzulernen und sich sofort darauf einzustellen. Das
oberste Gebot und Ziel ist es den Gegner und vor allem sich selbst zu
kontrollieren. Bewertet wird in erster Linie die Erarbeitung eines Treffers,
weniger die Durchführung desselben.
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BRUCHTESTBEWERB
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Bewerb "BRUCHTEST"
Hier gilt es, ein zwei Zentimeter dickes Fichtenbrett mit den Maßen 28 x 28 cm
möglichst mittig zu zertrümmern. Das Brett wird dabei nur
an der Oberseite mit Daumen und Zeigefinger freischwebend (ohne Widerstand)
gehalten; so kommt es nicht auf rohe Körperkraft, sondern rein auf
Geschwindigkeit und vor allem eine saubere Technik an.
Die Technik, mit der auf das Brett geschlagen bzw. getreten wird, ist
vorgegeben.
Dieser Bewerb wird erst unter Rotgurten ausgetragen, da hier eine äußerst
hoher Technikstandard vonnöten ist. Das Prinzip des Flusses spielt
bei diesem Bewerb eine entscheidende Rolle.
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